Orientalische Minz-Limonade

November 2019. Ein heißer Tag in der Wüste Jordaniens war vorbei, ich um unzählige Eindrücke reicher und die Speicherkarte meiner Kamera voll mit Bildern der beeindruckendsten Landschaft, die ich je gesehen habe. Ein Land, in das ich zuerst gar nicht unbedingt einreisen wollte – zu viel liest man aktuell über Unruhen und Probleme. Dieser Tag hat mich gelehrt, immer lieber selbst Erfahrungen zu machen und sich eigene Eindrücke zu schaffen. In keiner Sekunde habe ich mich unsicher gefühlt oder bin Menschen begegnet, die mir in irgendeiner Art und Weise Angst gemacht haben.

Abends ging es dann zurück nach Aqaba, einer doch relativ touristischen Stadt am Meer. Ausgehungert von dem langen Tag in der Sonne wurde fix TripAdvisor nach dem besten Restaurant durchsucht, in dem wir dann so ziemlich alles bestellt haben, was die Karte hergab. Frisches Hummus, Baba Ganoush, Tabouleh, Fattoush, das beste Lamm, das ich je hatte, und diverse andere Cremes und Pasten; frisches und warmes Fladenbrot gab es immer dazu. Das Ganze natürlich zu einem Preis, den man hier in keinem Restaurant finden würde, und mit einem derart guten Geschmack, an den kein Hipster-Laden in Berlin jemals rankommen wird.

Mein absolutes Highlight war aber ein Getränk, das ich einfach blind von der Karte bestellt habe. Polo heißt es, ist wohl eigentlich ein syrisches Nationalgetränk und könnte simpler nicht sein. Seit meinem Jordanien-Besuch ist der Drink aber fast täglicher Bestandteil meines Lebens und etwas, von dem ich stundenlang schwärmen könnte.

Zutaten

– 5 mittelgroße Limetten
– Ein Bund frische Minze
– 1 Liter Wasser
– Nach Belieben Kandiszucker oder ähnliche Süßungsmittel – ich verwende maximal 50 Gramm, da der Drink für mich lieber erfrischend als süß sein soll

Zubereitung

Den Saft der 5 Limetten mit einer Zitronenpresse auspressen. Den Bund Minze gründlich waschen und die Blätter vom Stiel abzupfen und diesen nicht verwenden – sonst wird das Getränk zu bitter. Limettensaft und Minzblätter in den Mixer geben und mit einem Liter Wasser aufgießen. Alles gründlich mixen, nach Wunsch oder auch Außentemperatur mit Zugabe von Eiswürfeln oder Crushed Ice. Dann abschmecken und nach Belieben süßen. In eine große Karaffe geben und genießen!

Ein Rezept, das in fünf Minuten geschafft ist und erfrischender nicht sein könnte. Besonders in der Sommerhitze, aber auch im Winter ist Polo der perfekte Drink für lange Schreibtisch-Sessions, Besuch von Freunden oder einfach für zwischendurch.

Kleiner Tipp: Gemischt mit einem Spritzer Rum erhält man einen syrischen Mojito, der auf der nächsten Party sicher ebenfalls der große Kracher ist!

Entspannung pur für Zuhause: Das Spa-Erlebnis

„Wellness“ oder auch „Spa“ sind Begriffe, die der Otto-Normal-Verbraucher eher mit Luxus und Kostspieligkeit assoziiert. Der Gedanke ist im Grunde auch nicht falsch, wissen wir doch alle, was so ein Facial oder ein professionelles Bodyscrub kosten kann. Einmal richtig abschalten und uns und unserem Körper etwas Gutes tun, haben wir aber trotzdem alle verdient.  Zuhause ist es doch eh am schönsten, wieso also nicht eine kleine Home-Spa-Sitzung abhalten? Es verhält sich hier mit der Planung und Umsetzung ähnlich wie mit der Entscheidung ins Fitnessstudio zu gehen: Einfach machen ist die Devise. Vielen von uns sind sicher schon einige DIY Ideen aus diesem Themengebiet begegnet. Vielleicht habt ihr nach der Recherche nach möglichen Gestaltungsideen auch schon erste Versuche unternommen, es euch im eigenen Bad mal richtig gemütlich zu machen. Mein Anspruch um wirklich richtig runter zu kommen und der Behandlung in einem Profi-Spa so nah wie möglich zu kommen ist hoch, da es mir in meinem Alltag recht schwer fällt wirklich mal alle Gedankenströme abzustellen. Ich habe einige Tipps und Tricks von Freunden und diversen Internetquellen selbst ausprobiert und die mir am effektivsten scheinenden Schritte für euch zusammengefasst. Als Kriterien habe ich hierbei den Zeitaufwand, Kosten- und Nutzenfaktor und Beanspruchung der Wohnung beachtet. Keiner möchte Daheim ein derartiges Chaos anrichten, dass beim Aufräumen und Säubern nach der Session die ganze Entspannung wieder dahinschwindet.

Für das Prozedere habe ich mir vorgenommen, so viele Sinne wie möglich zu stimulieren. Das Ganze beginnt natürlich mit der Auswahl der richtigen Musik. Das kann jede Art von Musik sein, die euch persönlich entspannt. Ich empfehle eine Playlist die möglichst keine Lieder mit Lyrics hat – damit sich euer Kopf wirklich abschalten kann und die Klänge im Hintergrund eher vor sich hindümpeln als zu dominieren. Das nächste Goodie sollte etwas Leckeres zu trinken sein. Einfach ein Kännchen Tee vorbereiten oder wie ich ein sagenumwobenes „Detox-Wasser“ zaubern. Ich habe einfach stilles Wasser mit Gurken und Minzblättern ergänzt und es anschließend etwas ziehen lassen. Um es richtig kuschlig werden zu lassen, habe ich mir dann noch ein paar Kerzen angezündet. Ich mache das auch oft ganz gern unter der Woche nach der Arbeit – das Licht und diese Grundgemütlichkeit, die Kerzen so an sich haben, entspannen mich ungemein. Wenn der Rahmen gesetzt ist, geht es ans treaten. Ich persönlich bin ein absoluter Geruchsmensch und genieße nur ganz bestimmte Duftnoten. Ich liebe alles rauchige, erdige und holzige. Meine Kosmetik- und Parfumeinkäufe richten sich mittlerweile ausschließlich nach dem Duft des Produkts – klingt komisch, ist aber so. Alles was mit Bergamotte, Rosmarin, Zitrusfrüchten oder Ähnlichem verwandt ist, darf in meinen Einkaufswagen. Mit Vanille-, Erdbeere- oder Rosendüften kann man mich hingegen jagen. Die Pflegeprodukte von The Botanical eignen sich demnach hervorragend für mein persönliches Home-Spa-Abenteuer. Kurzer Sprung in meinem Morgenkimono und schon kann die Sitzung beginnen. Für eine tiefenwirksame Gesichtsreinigung und -pflege wasche ich zunächst mein Gesicht mit lauwarmen Wasser und verwende den Face Cleanser. Anschließend trage ich das Phyto Serum auf (nur ganz wenig, es ist sehr reichhaltig) und hinterher die pflegende Facial Cream. Kleines Extra: Mit dem Serum und braunem Zucker habe ich ein Peeling für meine Hände angerührt. Die Haut fühlt sich unfassbar weich danach an, man möchte die Hände danach am liebsten gar nicht mehr benutzen. Mit dem braunen Zucker kann man auch einen tollen Bodyscrub herstellen. Ich habe hierfür einfach etwas Kokosöl mit dem Zucker und Arganöl vermengt und meinen ganzen Körper damit abgerieben. Im Anschluss eine schöne warme Dusche und meine Haare mit dem The Botanical-Shampoo gewaschen. Da die Haut nun von überschüssigen Hautschüppchen befreit ist, kann der duftende Body Balm aufgetragen werden. Wer gerne badet, wird die Bath Essence lieben, die duftet herb und zitronig und macht einen freien Kopf. Danach ab ins Bett und unter der Decke einmummeln. Fertig ist ein fauler Vormittag, an dem ich das Handy nicht eine Sekunde in der Hand hatte, meine Gedanken abgestellt und etwas für meine Hautpflege getan habe.

Habt ihr noch gute Wellness-DIY-Ideen für Zuhause, die wirklich effektiv sind? Kommentiert einfach unter dem Beitrag oder zeigt uns eure Beauty-Hacks bei Instagram unter dem Hashtag #THEBOTANICAL

Griechenland on our minds:
Kreta oder Korfu?

Die griechischen Inseln üben seit jeher Faszination auf uns aus: Azurblaues bis smaragdgrünes Wasser –  nein, eigentlich Wasser in allen Farbnuancen von blau bis grün; ellenlange Sand- und Kieselstrände, gutes griechisches Essen und Mensch, dieses leckere lokale Bier 😉
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Reise in die Vergangenheit auf dem Mauerpark-Flohmarkt

Wer einen Besuch nach Berlin plant, ob nun zum ersten oder 10. Mal, der stolpert bei der Tagesplanungs-Recherche sicherlich über den berühmten Mauerpark im Bezirk Prenzlauer Berg. Vor allem an Sonntagen erwacht die länglich verlaufende Grünfläche zu sprudelnden Leben. Die Menschen aus unterschiedlichsten Nationen tummeln sich am Hang oder auf den ebenen Wiesen. Ein Basketballplatz und das Karaoke-Spektakel im alten Amphitheater bilden die Säulen des geschichtsträchtigen Riesenparks. Aber das eigentliche Herzstück dieser einmaligen Zusammenkünfte bildet der wöchentlich stattfindende Flohmarkt. Auf der ganzen Welt, in vielen Städten und auch verbreitet in Berlin gibt es Flohmärkte – aber der im Mauerpark ist wirklich ein einmaliger. Ein Ort, an dem jedes Sammler-, Gourmet- und Vintage-verliebte-Herz überläuft. Wer sich dorthin verliert, der sollte Zeit mitbringen. Denn auf visual merchandising und dekorative Auslage wird hier nicht geachtet. Vielmehr macht „alles-auf-einem-Haufen“ auch den bemerkenswerten Charme aus. Geübte Augen wissen genau, dass sie in den vollen Kisten – gefüllt mit Überbleibseln aus der Vergangenheit – tief wühlen müssen, um die Schätze hervorzubringen. Ob kleine Deko-Gegenstände, ein verziertes Teeservice, Kunst, Schmuck oder ganze Möbelstücke – hier gibt es wirklich alles und noch mehr. Der Mauerpark-Flohmarkt ist der Ort, an dem all die Dinge liegen, von denen man vorher gar nicht wusste, dass man sie dringend braucht. Es ist wenig ratsam, mit einem konkreten Einkaufswunsch dort durch die Gassen zu schlendern, denn man weiß nie, was der Bestand gerade hergibt. Ein regelmäßiger Besucher wie ich weiß natürlich, wo er die Stände für Vintage-Geschirr und Fotoequipment findet. Trotzdem wechselt sich auch hier natürlich das Angebot stetig. Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit, als Normalo einen Stand dort zu mieten und seinen Kram loszuwerden. Das ist definitiv jedes Mal ein neues Erlebnis und ihr wisst ja, des einen Müll ist des anderen Schatz!

So habe ich vor einigen Wochen an einem halbwegs sonnigen Tag den Flohmarkt in eigener Sache besucht und mich mit viel Ruhe und Vorfreude auf bevorstehende Funde in den Park begeben. Es gibt mehrere Plätze, wo meterlange Tische mit den besagten Wühlkisten aufgebaut sind. Hier verlier ich mich gerne mal ganz in der Zeit und stelle fest, dass mir zu jedem Objekt automatisch eine Hintergrundgeschichte in den Kopf schießt. Sei es ein altes Telefon mit Wählscheibe, eine prestigeträchtige Schreibtischlampe oder ein angelaufener Kerzenständer. Was diese Dinge schon erlebt haben müssen. Vintage-Geschirr und Geschirr allgemein genießen bei mir einen hohen Stellenwert. Leider habe ich bisher noch kein ganzes Set gefunden, das mich zu 100% anspricht. Jedoch bin ich ein großer Freund von allem was aus Kristall besteht. Neben einigen Gläsern, die ich hier schon ergattert habe, sprangen mir diesmal diese zwei schönen Schälchen ins Auge. Genau hier entsteht der besagte „die wollte ich schon immer haben und brauche ich ganz dringend“-Moment (bisher habe ich noch keine konkrete Funktion für sie gefunden, aber sehen die nicht klasse aus?!). Weiterhin habe ich noch ein schönes Geweih gefunden. Ich wollte schon länger eines haben, das ich mir an die Wand hängen kann. Ich stehe total auf minimalistische aber auch leicht rustikale und natürliche Einrichtungen. 
Doch auch damit bin ich bisher noch nicht zur vollsten Zufriedenheit fündig geworden. Dieser eine Teil eines Geweihs ist auch eher als Tischdeko geeignet. Und genau diesen Zweck erfüllt das schöne Stück nun bei mir Zuhause. Außerdem habe ich diese drei schönen Postkarten, die mit einem Passepartout versehen sind, mitgenommen. Ich finde die Fotografien einfach schön und liebe diese spontanen und unaufgeregten Aufnahmen (der Stand war mir bisher übrigens auch noch nicht aufgefallen – im Mauerpark entdeckt man einfach immer etwas Neues). Das Beste kommt zum Schluss: Und zwar habe ich meinem lang gehegten Wunsch nachgegeben und mir eine Polaroidkamera zugelegt. Der bereits erwähnte Fotoequipment-Stand hat einiges an alten Linsen und eben auch diverse Polaroidkameras mit den unterschiedlichsten Gadgets im Angebot. Meine hat einen integrierten Blitz, der laut Fachmann essenziell für ein gutes Bild ist. Pro Ladung passen nur 10 Bilder rein (außerdem sind diese leider nicht ganz günstig), wodurch ein Schnappschuss umso einmaliger und außergewöhnlicher wird. Nix da mit zwölf Selfies hintereinander. Besonders in Urlauben werde ich sicher froh sein, mit dem alten Teil schöne Momente einzufangen. Und eines kann ich euch sagen – nichts kann einen Vintage-Filter so gut kreieren wie eine echt alte Kamera!

Faszinierendes Sambia: Außergewöhnliche Abenteuer mitten in Afrika

Als Großstadtkind und Abenteurer war ich schon immer fasziniert von der Möglichkeit auch andere Großstädte, andere Länder, andere Welten zu entdecken. Heute bin ich dankbar, dass mein Job mir die Chance gibt, beides zu vereinen. Reisen erweitert nicht nur ungemein den Horizont, sondern macht auch glücklich. Ich werde oft gefragt, was mein Lieblingsreiseziel ist, welches ich uneingeschränkt empfehlen kann und wo mein Herz am lautesten schlägt. Wer jetzt denkt „Jetzt bekomm ich den richtigen Tipp!“: Sorry, damit kann ich nicht dienen. Länder, Städte, Orte, Kulturen sind so unterschiedlich wie der Mensch selbst und gefallen demnach nicht jedem gleich gut. Als großer Asien-Fan war es für mich etwas Neues nach Afrika zu reisen. Dass der Kontinent so anders ist, als viele andere dieser Welt, hat ihm gleich ein Plätzchen in meinem Reiseherz reserviert. Die Weiten Südafrikas haben mich genauso fasziniert, wie seine pulsierenden Großstädte und die beeindruckende Flora und Fauna. Das winzige Königreich Swasiland hat mich mit seiner Ursprünglichkeit und der Freundlichkeit der Menschen verzaubert und dann war da Sambia. Sambia haben nur die wenigsten Reiselustigen als Wunschdestination auf der Liste, dabei ist das afrikanische Land, das unter anderem an Länder wie Botswana und Namibia grenzt ein so tolles Fleckchen Erde, dass man nur begeistert sein kann.

Sambia wartet mit einer unglaublichen Flora und Fauna auf: Hier und dort sieht man aus Gebüschen die langen Hälse von Giraffen blicken, am Sambesi, dem viertgrößten Fluss Afrikas, kann man mächtige Dickhäuter beim Trinken und Baden beobachten und fast überall wird man von interessierten Affen begutachtet. Sambia ist lange nicht so touristisch wie die umliegenden Länder, die vor allem für Safari-Touren bekannt sind, mausert sich aber langsam zu einer Destination mit einer Infrastruktur, die vor allem für Backpacker geschätzt wird. Mittelklassehotels sind in Sambia nur schwer zu finden, entweder man reist unkompliziert und Low Budget mit dem Rucksack oder richtig High End und schläft in den teuersten Lodges des Landes. Der am meisten erschlossene Teil Sambias ist die Region um Livingstone mit den beeindruckenden Victoria Falls. Hier zieht es jedes Jahr etliche Besucher hin, die fasziniert von der Naturgewalt des mächtigen Sambesis sind und sich die 110 Meter tiefe Schlucht in die das Wasser prasselt selbst ansehen möchten.  Bei niedrigem Wasserstand kann man oben in den so genannten Devil Pools, die gleich am Abgrund enden baden gehen. Die Gischt des fast zwei Kilometer breiten Wasserfalls steigt bis zu 300 Meter auf und ist noch etliche Kilometer entfernt vom den Victoria Falls zu erkennen. Heute gehören die Fälle zum UNESCO Weltnaturerbe.

Gleich in der Nähe liegt die luxuriöse Tongabezi-Lodge. Man kann es nicht abstreiten, die Übernachtungen sind wirklich kostspielig, aber auch eine einmalige und immerwährende Erinnerung. Alle Häuser und Cottages haben einen direkten Blick auf den ruhig fließenden Sambesi, was ihnen einen einzigartigen Charme verleiht. Das Grunzen der vielen Nilpferde ist immer zu hören, wer Glück hat, kann sie beim Plantschen beobachten – natürlich mit gebührendem Abstand, denn Nilpferde sind noch immer die Wildtiere, die für die häufigsten Todesfälle im Kontext mit Tieren verantwortlich sind – auch wenn die meisten bei Afrika eher auf Löwen oder andere Raubkatzen tippen würden. Aus der Entfernung ist es aber eine echte #lifetimeexperience den riesigen Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum zuzusehen.

Sambia, das ist auch das einfache Leben der Menschen in den ländlichen Regionen: Geschäftige Märkte auf denen von Kleidung und Küchenutensilien über Gemüse und Obst bis hin zu Kohle und Werkzeug alles verkauft wird.  Hier wird gehandelt und geplaudert, auch über Interesse der Touristen freuen sich die Verkäufer auf den vielen unterschiedlichen Marktplätzen.

Sambia mag nicht so bekannt wie seine Nachbarländer, hat dafür aber auch einen noch sehr ursprünglichen Charme und lädt ein das Land auf eigene Faust zu entdecken. Vor allem aber ist es wunderschön und besticht durch die Einzigartigkeit seiner Bewohner, der Landschaften und Tierwelt.

Eins ist sicher: Wir kommen auf jeden Fall wieder!

Ob für den Sommerurlaub oder einen Städtetrip im Winter – auf nach Andalusien

Alle fliegen nach Bali, jeder war schon in Thailand und die Malediven, die muss man einfach mal gesehen haben! Dabei gibt es in Europa wunderschöne Ziele, die nicht nur viel zu bieten haben, sondern auch gut und günstig zu erreichen sind.

Die Costa del Sol bzw. Andalusien in Südspanien ist eines davon. Der Flughafen Málaga ist ab Deutschland mit verschiedenen Airlines per Direktverbindung zu erreichen und die Flüge sind wirklich günstig. Málaga selbst wird vom ein oder anderen gern als Tor zum Massentourismus gesehen, weil entlang der Costa del Sol etliche Hotelburgen stehen und im Winter vor allem Rentner den Küstenstreifen Südspaniens bevölkern. Zu Unrecht: Die Region hat einiges zu bieten – auch abseits der ausgetretenen Pfade.

Meine Top Drei verrate ich euch gern, auch wenn es schwerfällt, aus den vielen schönen Orten nur drei rauszusuchen!  

Málaga

Ich dachte immer Málaga wäre vergleichsweise hässlich, allerdings war das ein reines Vorurteil. Die Stadt direkt am Wasser hat einen wunderbaren Charme und erinnert ein bisschen an mein heißgeliebtes Barcelona, bloß mit weniger Touristen. Man kann hier wunderbar shoppen – alle großen Ketten aber auch wunderschöne kleine Boutiquen sind in der viertgrößten Stadt Spaniens vertreten und es gibt etliche urige Tapasbars und Restaurants, die quasi dazu zwingen ein wenig zu verweilen und sich bei ein bis drei Gläsern spanischem Weißwein oder einer leckeren Caña (einen kleinen Bier) den Bauch voll zu schlagen – egal ob mit Tapas oder andalusischer Hausmannskost. Die Geburtsstadt Picassos ist auch das südliche Kunstzentrum des Landes und hat mittlerweile sage und schreibe 37 Museen, wer also auch kulturell genießen will, ist hier genau richtig. Zusätzlich ist die Lage am Meer mit dem hübschen Hafen mit seinen netten Restaurants und Cafés unbezahlbar und die vielen historischen Bauten und Sehenswürdigkeiten geben der Stadt Seele und Flair.

Granada

Ich war schon immer Fan von Granada. Nicht nur wegen der Alhambra, die erhaben über der Stadt thront und mit den häufig schneebedeckten Hängen der Sierra Nevada im Hintergrund fast wie gemalt wirkt, sondern auch weil Granada eine pulsierende Studentenstadt mit tollem Nachtleben und einer ansteckenden Lebendigkeit ist. Die Tapas wurden in Südspanien erfunden, so ist es nicht verwunderlich, dass die Tapas-Kultur hier riesig ist. Zum Bier und Wein bekommt man kleine Gerichte, die mit Snacks kaum noch etwas zu tun haben. Wer nach Granada fährt, braucht kein Geld für Essen auszugeben, wer das ein oder andere Getränk zu sich nimmt, wird definitiv satt.  Im Albaycín, der historischen Altstadt Granadas lässt es sich wunderbar durch die Gassen schlendern, hier und da verweilen und stetig den Blick auf die zauberhafte Alhambra genießen.

Almuñécar

Almuñécar ist nur den wenigstens Menschen ein Begriff, vor allem denen, die Andalusien nie bereist haben nicht. Die kleine Stadt unweit von Málaga hat nur 27.000 Einwohner und ist ein wenig beschaulicher als ihre große und berühmte Schwester. Direkt am Meer gelegen, zeigt sich der Ort mit der großen Festung das ganze Jahr über von seiner besten Seite: Das Klima hier ist subtropisch, das heißt es bleibt das ganze Jahr wunderbar mild. Diese Besonderheit ermöglicht den Anbau von allerlei tropischen Früchten – Avocado, Papaya, Mango, sie alle wachsen hier. Auch das braune Zuckerrohr ist hier zu finden und macht Almuñécar zum einzigen Ort in Europa in dem es wächst und gedeiht. Am kieseligen Strand gibt es viele nette Chiringuitos, zum Teil einfache aber auch schickere Restaurants, die direkt am Wasser gelegen vor allem durch ihre Meeresfrüchte und Fischgerichte überzeugen.

Natürlich hat Andalusien noch viel mehr zu bieten, auch Ronda, Marbella und all die anderen schönen Orte kann man besichtigen. Vor allem aber ist der Ruf, der der Costa del Sol vorauseilt deutlich negativer als die Realität: Die ist sonnig, riecht nach Meer, schmeckt nach spanischen Oliven und vollmundigem Rotwein und überzeugt auf ganzer Linie.

Zurück zu den Wurzeln: Dekoratives Einrichten mit Pflanzen

Seid ihr schon einmal in einen Raum gekommen und hattet das Gefühl: Hier fehlt etwas? Wenn dies der Fall ist, dann mangelt es meist an Dekoration. #interiorgoals ist nicht mehr nur ein beliebtes Hashtag, sondern ein Lebensmotto geworden. Besonders online auf den bekannten Social-Media-Kanälen, werden wir mit diversen DIYs, Stilrichtungen und Einrichtungskombinationen regerecht bombardiert – und sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Leider wohnt man ja auch oft (noch) nicht in den pompös präsentierten Apartments mit lichtdurchfluteten Eingangsbereichen. Wieso also nicht einfach basic bleiben und minimalistisch auf die Klassiker beim gemütlichen Einrichten zurückgreifen?! Neben künstlerischen Bildern und ansprechenden Keramikschalen bietet sich bei diesem Unterfangen besonders eines an: Pflanzen. Sie geraten bei hektischen Arbeitstieren und Schnelleinkäufern gerne in Vergessenheit. Dabei sorgt etwas Grünes im Zimmer nicht nur für eine bessere Luft, sondern bringt auch im wahrsten Sinne des Wortes etwas Leben in die Bude. Das Schöne an Pflanzen ist darüber hinaus auch der Faktor der kleinen Verantwortung, die mit einem Mal auf einen zukommt.  Nicht nur das Gießen ist hier das Thema, sondern auch Fragen wie: Wo platziere ich sie im Raum, sodass sie ausreichend Licht bekommt? Gefällt sie mir an dieser Stelle oder muss ich die Möbel anders stellen? Und schon beginnt ein regelrechtes Heimprojekt, um das Nach-Hause-kommen noch ein wenig mehr zu versüßen. Um diesen Zweck zu erfüllen habe ich mir drei Kategorien für das Integrieren von dekorativen Pflanzen überlegt: Für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis.

Anfänger tasten sich erst mal langsam an die sensible Materie heran, indem sie im neuen Blumenladen ihres Vertrauens keinen fertigen Strauß, sondern einzelne Sträucher und Blätter kaufen. Ruhig mutig und kreativ sein: Saisonal gesehen funktionieren hierfür besonders gut Eukalyptus, rote Beeren, Kätzchen oder – mein Favorit – Baumwollblütensträucher. Der Vorteil ist, dass diese länger halten als gewöhnliche Blumensträuße und es uns bei der Platzierung im Raum einfach machen: Der Aufteilung sind noch keine Grenzen gesetzt.

Außerdem funktionieren einzelne Äste auch sehr schön in kleinen Vasen oder alten Flaschen. Sobald ich im Urlaub oder einem besonderen Restaurant eine außergewöhnliche Flasche sehe, frage ich immer nett, ob ich sie nach dem Verzehr mit nach Hause nehmen kann. Die perfekte neue Vase zum Beispiel für einen Baumwollstrauch.

Fortgeschrittene legen sich gern einen Kaktus oder mehrere Kakteen an. Die kleinen Wasserspeicher sind aus keinem trendigem Interior-Post mehr wegzudenken und bieten sich in den verschiedensten Formen an. Auch wenn sie pflegeleicht sind, ein bisschen Aufmerksamkeit brauchen sie schon! Ich habe tatsächlich einen Kaktus in meiner Wohnung getötet, weil er nicht genug Licht abbekam. Um den Kakteen eine besondere Note zu verleihen, gerne mit anderen Dekorationselementen kombinieren. Die zwei Minis hier habe ich schützend unter einer Glasglocke platziert und der große Bruder steht in einem Kupferkäfig.

Profis dürfen sich gerne an richtige Zimmerpflanzen herantrauen. Der Kandidat hier hört auf den Namen Cordyline. Er braucht ausreichend Licht und muss regelmäßig und üppig gewässert werden. Wenn unten das Wasser steht – keine Panik – ca. 20 min warten und dann (!) das Wasser aus der Schale schütten. Ansonsten droht Wurzelfäulnis. Als kleines und unaufwendiges DIY habe ich mir noch eine Besonderheit für die Halterung überlegt. Hierfür braucht ihr nur:

  • Sekundenkleber
  • Garn
  • Schere

Ihr schneidet einfach 8 gleichlange Stücke ab, knotet sie alle an einem Ende zusammen und versteckt/verklebt den Knoten im Loch des Topfes. Nun etwas Musik anmachen, damit euch nicht langweilig wird 😉 und entspannt weitere kleine Knoten in gleichen Abständen binden, sodass ein netzartiges Rautenmuster entsteht. Im Grunde flechtet ihr ein Freundschaftsbändchen für euren neuen Mitbewohner. Zum Schluss könnt ihr den Topf problemlos an einen Haken hängen. Solltet ihr handwerklich unbegabt sein, einfach die überschüssigen Enden abschneiden und an der Innenseite des Topfes kleben (so habe ich es auch gemacht). Das Ganze funktioniert wesentlich besser, wenn der Topf noch ungefüllt ist und auf dem Kopf steht. Im Nachhinein könnt ihr das mit etwas Fingerspitzengefühl aber auch noch anbringen.

Solltet ihr diesen Hack nachmachen, postet euer Kunstwerk gern auf Insta und verlinkt unseren Instagramkanal – wir freuen uns auf eure Spielereien!