Faszinierendes Sambia: Außergewöhnliche Abenteuer mitten in Afrika

Als Großstadtkind und Abenteurer war ich schon immer fasziniert von der Möglichkeit auch andere Großstädte, andere Länder, andere Welten zu entdecken. Heute bin ich dankbar, dass mein Job mir die Chance gibt, beides zu vereinen. Reisen erweitert nicht nur ungemein den Horizont, sondern macht auch glücklich. Ich werde oft gefragt, was mein Lieblingsreiseziel ist, welches ich uneingeschränkt empfehlen kann und wo mein Herz am lautesten schlägt. Wer jetzt denkt „Jetzt bekomm ich den richtigen Tipp!“: Sorry, damit kann ich nicht dienen. Länder, Städte, Orte, Kulturen sind so unterschiedlich wie der Mensch selbst und gefallen demnach nicht jedem gleich gut. Als großer Asien-Fan war es für mich etwas Neues nach Afrika zu reisen. Dass der Kontinent so anders ist, als viele andere dieser Welt, hat ihm gleich ein Plätzchen in meinem Reiseherz reserviert. Die Weiten Südafrikas haben mich genauso fasziniert, wie seine pulsierenden Großstädte und die beeindruckende Flora und Fauna. Das winzige Königreich Swasiland hat mich mit seiner Ursprünglichkeit und der Freundlichkeit der Menschen verzaubert und dann war da Sambia. Sambia haben nur die wenigsten Reiselustigen als Wunschdestination auf der Liste, dabei ist das afrikanische Land, das unter anderem an Länder wie Botswana und Namibia grenzt ein so tolles Fleckchen Erde, dass man nur begeistert sein kann.

Sambia wartet mit einer unglaublichen Flora und Fauna auf: Hier und dort sieht man aus Gebüschen die langen Hälse von Giraffen blicken, am Sambesi, dem viertgrößten Fluss Afrikas, kann man mächtige Dickhäuter beim Trinken und Baden beobachten und fast überall wird man von interessierten Affen begutachtet. Sambia ist lange nicht so touristisch wie die umliegenden Länder, die vor allem für Safari-Touren bekannt sind, mausert sich aber langsam zu einer Destination mit einer Infrastruktur, die vor allem für Backpacker geschätzt wird. Mittelklassehotels sind in Sambia nur schwer zu finden, entweder man reist unkompliziert und Low Budget mit dem Rucksack oder richtig High End und schläft in den teuersten Lodges des Landes. Der am meisten erschlossene Teil Sambias ist die Region um Livingstone mit den beeindruckenden Victoria Falls. Hier zieht es jedes Jahr etliche Besucher hin, die fasziniert von der Naturgewalt des mächtigen Sambesis sind und sich die 110 Meter tiefe Schlucht in die das Wasser prasselt selbst ansehen möchten.  Bei niedrigem Wasserstand kann man oben in den so genannten Devil Pools, die gleich am Abgrund enden baden gehen. Die Gischt des fast zwei Kilometer breiten Wasserfalls steigt bis zu 300 Meter auf und ist noch etliche Kilometer entfernt vom den Victoria Falls zu erkennen. Heute gehören die Fälle zum UNESCO Weltnaturerbe.

Gleich in der Nähe liegt die luxuriöse Tongabezi-Lodge. Man kann es nicht abstreiten, die Übernachtungen sind wirklich kostspielig, aber auch eine einmalige und immerwährende Erinnerung. Alle Häuser und Cottages haben einen direkten Blick auf den ruhig fließenden Sambesi, was ihnen einen einzigartigen Charme verleiht. Das Grunzen der vielen Nilpferde ist immer zu hören, wer Glück hat, kann sie beim Plantschen beobachten – natürlich mit gebührendem Abstand, denn Nilpferde sind noch immer die Wildtiere, die für die häufigsten Todesfälle im Kontext mit Tieren verantwortlich sind – auch wenn die meisten bei Afrika eher auf Löwen oder andere Raubkatzen tippen würden. Aus der Entfernung ist es aber eine echte #lifetimeexperience den riesigen Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum zuzusehen.

Sambia, das ist auch das einfache Leben der Menschen in den ländlichen Regionen: Geschäftige Märkte auf denen von Kleidung und Küchenutensilien über Gemüse und Obst bis hin zu Kohle und Werkzeug alles verkauft wird.  Hier wird gehandelt und geplaudert, auch über Interesse der Touristen freuen sich die Verkäufer auf den vielen unterschiedlichen Marktplätzen.

Sambia mag nicht so bekannt wie seine Nachbarländer, hat dafür aber auch einen noch sehr ursprünglichen Charme und lädt ein das Land auf eigene Faust zu entdecken. Vor allem aber ist es wunderschön und besticht durch die Einzigartigkeit seiner Bewohner, der Landschaften und Tierwelt.

Eins ist sicher: Wir kommen auf jeden Fall wieder!