Ob für den Sommerurlaub oder einen Städtetrip im Winter – auf nach Andalusien

Alle fliegen nach Bali, jeder war schon in Thailand und die Malediven, die muss man einfach mal gesehen haben! Dabei gibt es in Europa wunderschöne Ziele, die nicht nur viel zu bieten haben, sondern auch gut und günstig zu erreichen sind.

Die Costa del Sol bzw. Andalusien in Südspanien ist eines davon. Der Flughafen Málaga ist ab Deutschland mit verschiedenen Airlines per Direktverbindung zu erreichen und die Flüge sind wirklich günstig. Málaga selbst wird vom ein oder anderen gern als Tor zum Massentourismus gesehen, weil entlang der Costa del Sol etliche Hotelburgen stehen und im Winter vor allem Rentner den Küstenstreifen Südspaniens bevölkern. Zu Unrecht: Die Region hat einiges zu bieten – auch abseits der ausgetretenen Pfade.

Meine Top Drei verrate ich euch gern, auch wenn es schwerfällt, aus den vielen schönen Orten nur drei rauszusuchen!  

Málaga

Ich dachte immer Málaga wäre vergleichsweise hässlich, allerdings war das ein reines Vorurteil. Die Stadt direkt am Wasser hat einen wunderbaren Charme und erinnert ein bisschen an mein heißgeliebtes Barcelona, bloß mit weniger Touristen. Man kann hier wunderbar shoppen – alle großen Ketten aber auch wunderschöne kleine Boutiquen sind in der viertgrößten Stadt Spaniens vertreten und es gibt etliche urige Tapasbars und Restaurants, die quasi dazu zwingen ein wenig zu verweilen und sich bei ein bis drei Gläsern spanischem Weißwein oder einer leckeren Caña (einen kleinen Bier) den Bauch voll zu schlagen – egal ob mit Tapas oder andalusischer Hausmannskost. Die Geburtsstadt Picassos ist auch das südliche Kunstzentrum des Landes und hat mittlerweile sage und schreibe 37 Museen, wer also auch kulturell genießen will, ist hier genau richtig. Zusätzlich ist die Lage am Meer mit dem hübschen Hafen mit seinen netten Restaurants und Cafés unbezahlbar und die vielen historischen Bauten und Sehenswürdigkeiten geben der Stadt Seele und Flair.

Granada

Ich war schon immer Fan von Granada. Nicht nur wegen der Alhambra, die erhaben über der Stadt thront und mit den häufig schneebedeckten Hängen der Sierra Nevada im Hintergrund fast wie gemalt wirkt, sondern auch weil Granada eine pulsierende Studentenstadt mit tollem Nachtleben und einer ansteckenden Lebendigkeit ist. Die Tapas wurden in Südspanien erfunden, so ist es nicht verwunderlich, dass die Tapas-Kultur hier riesig ist. Zum Bier und Wein bekommt man kleine Gerichte, die mit Snacks kaum noch etwas zu tun haben. Wer nach Granada fährt, braucht kein Geld für Essen auszugeben, wer das ein oder andere Getränk zu sich nimmt, wird definitiv satt.  Im Albaycín, der historischen Altstadt Granadas lässt es sich wunderbar durch die Gassen schlendern, hier und da verweilen und stetig den Blick auf die zauberhafte Alhambra genießen.

Almuñécar

Almuñécar ist nur den wenigstens Menschen ein Begriff, vor allem denen, die Andalusien nie bereist haben nicht. Die kleine Stadt unweit von Málaga hat nur 27.000 Einwohner und ist ein wenig beschaulicher als ihre große und berühmte Schwester. Direkt am Meer gelegen, zeigt sich der Ort mit der großen Festung das ganze Jahr über von seiner besten Seite: Das Klima hier ist subtropisch, das heißt es bleibt das ganze Jahr wunderbar mild. Diese Besonderheit ermöglicht den Anbau von allerlei tropischen Früchten – Avocado, Papaya, Mango, sie alle wachsen hier. Auch das braune Zuckerrohr ist hier zu finden und macht Almuñécar zum einzigen Ort in Europa in dem es wächst und gedeiht. Am kieseligen Strand gibt es viele nette Chiringuitos, zum Teil einfache aber auch schickere Restaurants, die direkt am Wasser gelegen vor allem durch ihre Meeresfrüchte und Fischgerichte überzeugen.

Natürlich hat Andalusien noch viel mehr zu bieten, auch Ronda, Marbella und all die anderen schönen Orte kann man besichtigen. Vor allem aber ist der Ruf, der der Costa del Sol vorauseilt deutlich negativer als die Realität: Die ist sonnig, riecht nach Meer, schmeckt nach spanischen Oliven und vollmundigem Rotwein und überzeugt auf ganzer Linie.