Zurück zu den Wurzeln: Dekoratives Einrichten mit Pflanzen

Seid ihr schon einmal in einen Raum gekommen und hattet das Gefühl: Hier fehlt etwas? Wenn dies der Fall ist, dann mangelt es meist an Dekoration. #interiorgoals ist nicht mehr nur ein beliebtes Hashtag, sondern ein Lebensmotto geworden. Besonders online auf den bekannten Social-Media-Kanälen, werden wir mit diversen DIYs, Stilrichtungen und Einrichtungskombinationen regerecht bombardiert – und sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Leider wohnt man ja auch oft (noch) nicht in den pompös präsentierten Apartments mit lichtdurchfluteten Eingangsbereichen. Wieso also nicht einfach basic bleiben und minimalistisch auf die Klassiker beim gemütlichen Einrichten zurückgreifen?! Neben künstlerischen Bildern und ansprechenden Keramikschalen bietet sich bei diesem Unterfangen besonders eines an: Pflanzen. Sie geraten bei hektischen Arbeitstieren und Schnelleinkäufern gerne in Vergessenheit. Dabei sorgt etwas Grünes im Zimmer nicht nur für eine bessere Luft, sondern bringt auch im wahrsten Sinne des Wortes etwas Leben in die Bude. Das Schöne an Pflanzen ist darüber hinaus auch der Faktor der kleinen Verantwortung, die mit einem Mal auf einen zukommt.  Nicht nur das Gießen ist hier das Thema, sondern auch Fragen wie: Wo platziere ich sie im Raum, sodass sie ausreichend Licht bekommt? Gefällt sie mir an dieser Stelle oder muss ich die Möbel anders stellen? Und schon beginnt ein regelrechtes Heimprojekt, um das Nach-Hause-kommen noch ein wenig mehr zu versüßen. Um diesen Zweck zu erfüllen habe ich mir drei Kategorien für das Integrieren von dekorativen Pflanzen überlegt: Für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis.

Anfänger tasten sich erst mal langsam an die sensible Materie heran, indem sie im neuen Blumenladen ihres Vertrauens keinen fertigen Strauß, sondern einzelne Sträucher und Blätter kaufen. Ruhig mutig und kreativ sein: Saisonal gesehen funktionieren hierfür besonders gut Eukalyptus, rote Beeren, Kätzchen oder – mein Favorit – Baumwollblütensträucher. Der Vorteil ist, dass diese länger halten als gewöhnliche Blumensträuße und es uns bei der Platzierung im Raum einfach machen: Der Aufteilung sind noch keine Grenzen gesetzt.

Außerdem funktionieren einzelne Äste auch sehr schön in kleinen Vasen oder alten Flaschen. Sobald ich im Urlaub oder einem besonderen Restaurant eine außergewöhnliche Flasche sehe, frage ich immer nett, ob ich sie nach dem Verzehr mit nach Hause nehmen kann. Die perfekte neue Vase zum Beispiel für einen Baumwollstrauch.

Fortgeschrittene legen sich gern einen Kaktus oder mehrere Kakteen an. Die kleinen Wasserspeicher sind aus keinem trendigem Interior-Post mehr wegzudenken und bieten sich in den verschiedensten Formen an. Auch wenn sie pflegeleicht sind, ein bisschen Aufmerksamkeit brauchen sie schon! Ich habe tatsächlich einen Kaktus in meiner Wohnung getötet, weil er nicht genug Licht abbekam. Um den Kakteen eine besondere Note zu verleihen, gerne mit anderen Dekorationselementen kombinieren. Die zwei Minis hier habe ich schützend unter einer Glasglocke platziert und der große Bruder steht in einem Kupferkäfig.

Profis dürfen sich gerne an richtige Zimmerpflanzen herantrauen. Der Kandidat hier hört auf den Namen Cordyline. Er braucht ausreichend Licht und muss regelmäßig und üppig gewässert werden. Wenn unten das Wasser steht – keine Panik – ca. 20 min warten und dann (!) das Wasser aus der Schale schütten. Ansonsten droht Wurzelfäulnis. Als kleines und unaufwendiges DIY habe ich mir noch eine Besonderheit für die Halterung überlegt. Hierfür braucht ihr nur:

  • Sekundenkleber
  • Garn
  • Schere

Ihr schneidet einfach 8 gleichlange Stücke ab, knotet sie alle an einem Ende zusammen und versteckt/verklebt den Knoten im Loch des Topfes. Nun etwas Musik anmachen, damit euch nicht langweilig wird 😉 und entspannt weitere kleine Knoten in gleichen Abständen binden, sodass ein netzartiges Rautenmuster entsteht. Im Grunde flechtet ihr ein Freundschaftsbändchen für euren neuen Mitbewohner. Zum Schluss könnt ihr den Topf problemlos an einen Haken hängen. Solltet ihr handwerklich unbegabt sein, einfach die überschüssigen Enden abschneiden und an der Innenseite des Topfes kleben (so habe ich es auch gemacht). Das Ganze funktioniert wesentlich besser, wenn der Topf noch ungefüllt ist und auf dem Kopf steht. Im Nachhinein könnt ihr das mit etwas Fingerspitzengefühl aber auch noch anbringen.

Solltet ihr diesen Hack nachmachen, postet euer Kunstwerk gern auf Insta und verlinkt unseren Instagramkanal – wir freuen uns auf eure Spielereien!